Noch nie gereist? Gute Gründe um zu reisen

Warst du noch nie für längere Zeit auf Reisen? Du hast noch nie einen Trip gemacht, bist dabei von Ort zu Ort gegangen und hast ein Land und seine Kultur entdeckt? In diesem Artikel erzähle ich dir, warum ich reise und es dir empfehle, auch einmal zu tun. Vor allem wenn du nicht erfüllt bist, dein Gefühl dir sagt, dass es da noch mehr geben muss, oder du eine Auszeit brauchst.

Reisen bedeutet so richtig leben

Reisen ist für mich vollkommenes Leben. Ich bin draußen in der Welt, muss mich um meine Unterkunft kümmern, meine “Nahrung auftreiben”, mir überlegen, was ich als nächstes tue und wie ich das anstellen will. Und bei dem ganzen habe ich keine Ahnung, wer oder was mir als nächstes begegnet, ob es alles so wird wie ich mir vorstelle und ob ich auch wirklich mein Ziel erreiche.

Es gibt keinen richtigen Alltag.

Und das macht es so spannend und ist wirklich aufregend. Und genau so ist das Leben, wenn du deine Komfortzone verlässt: Da ist nichts mehr mit deinem sicheren Heim, in das du dich zurückziehen kannst, wenn es mal ungemütlich wird. Da sind auch nicht mehr deine vertrauten Personen um dich herum, die dir eventuell in schwierigen Situationen beiseite stehen (außer du reist mit Freunden/Partner/Familie). Du kooperierst mit dem Leben und kommst mehr mit dir in den Kontakt, weil dir oft einfach nichts anderes übrig bleibt. Womit ich zum nächsten Punkt komme:

Reisen bringt Selbstvertrauen, Erkenntnisse und Wachstum

“Wachsen – Glauben – Sich erschaffen”

Mein Selbstvertrauen ist durch das Reisen gewachsen und ich als Person auch. Ich habe einfach unglaublich viel über mich, das Leben und die Welt gelernt. Und das vor allem, weil ich schon mit 19 Jahren nach der Schule mich in fremde Länder begeben habe und damals so keinen Plan von gar nichts hatte 😉

Beim Reisen habe ich immer meine sichere Position und meinen Pfad verlassen, die ich beide durch dieses bestimmte System und der Gesellschaft in Deutschland erhalten habe. Und es ist einfach erfrischend zu merken, dass ich diese Sicherheit der Komfortzone nicht brauche, dass ich auch am anderen Ende der Welt zurechtkomme.

Wherever I go, I’ll be fine.

Und ich bin nie allein, das habe ich auch oft genug erfahren.

Eine große Erkenntnis für mich war außerdem, dass ich in staubigen, chaotischen Straßen bemerkt habe, wie schön sauber und geordnet das alles Zuhause in Deutschland ist. Oder wie fortschrittlich und sicher Deutschland ist. Ich sage nicht, dass Deutschland dadurch automatisch besser ist. Aber natürlich vergleiche ich das, was ich kenne mit dem, was neu ist. Und bei mir war es so, dass ich nach mehreren Auslandsaufenthalten Deutschland viel mehr zu schätzen wusste als vorher. Vorher nahm ich alles für selbstverständlich wahr und mich nervten einige Dinge. Aber auch in anderen Ländern Dinge gibt es selbstverständlich Dinge, die nerven. Für mich war das am Anfang aber nicht ersichtlich, weil ich auf Reisen alles so toll fand. Das musste ich erstmal lernen. (Was es mit meiner Einstellung zum Ausland auf sich hat, lies hier.)

Auf Reisen den Horizont erweitern und andere Kulturen kennenlernen

Mit den ganzen Erkenntnissen geht auch gleichzeitig einher, dass dein Horizont sehr erweitert wird.

Da draußen gibt es so viel mehr, als das, was du in deinem Land und deiner Komfortzone siehst und erlebst.

Nämlich andere Kulturen, also andere Denk- und Handelsweisen, andere Regeln, andere Ernährung, andere Sprachen, einfach andere Menschen. Und die Menschen machen das Land aus, sie formen und prägen es.

Reisen ist somit einfach hervorragend um mal aus seinen Gewohnheiten zu kommen und das eigene Leben Zuhause mit Abstand zu betrachten und zu hinterfragen. Daher ist es kein Wunder, dass die meisten Menschen besonders durch ihre erste Reise sich verändern und danach manchmal ihr komplettes Leben ändern. Reisen zeigt dir, dass es auch anders geht, dass es auch anderes gibt und dass auch du vielleicht anders bist, als du immer dachtest.

Reisen um einen Erlebnis-/Erfahrungsschatz zu sammeln

Was mir alles unterwegs schon passiert ist, hat mich zu einem Menschen mit tausend Geschichten gemacht. Du kannst Geschichtenerzähler werden, wenn du reden magst. Oder Autor/Blogger werden, wenn du schreiben magst. Du kannst dich über die sozialen Medien ausdrücken und deine bunten Erlebnisse mit deinen Freunden und der Welt teilen. Das ist das Schöne mittlerweile, du bist deswegen nie wirklich allein, weil du Menschen mit Internetverbindung erreichen kannst.

Es gibt ja diesen Spruch

„Collect memories, not things“

Und ja, den gibt es zu Recht, denn sei mal ehrlich: Was bringt dich eher zum Lächeln und dankbar sein?

Die Erinnerung an einen magischen Moment mit einer anderen Person, eine abenteuerliche Wanderung mit neuen Bekanntschaften? Eine lustige Party, ein wunderschönes Konzert, ein siegreiches Volleyballspiel?

Oder die Erinnerung an super coole neuen Sneaker oder das Smartphone, das du dir vor zwei Jahren gekauft hast?

Bei mir ist ersteres der Fall. Und auch wenn ich mit vielen Menschen aus meinen Reisen keinen Kontakt mehr habe, die Erinnerungen bleiben und die schönen Momente und Geschichten sind in mir. Dafür bin ich unendlich dankbar.

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Das sind meine Hauptgründe, warum ich reise. Und ich muss es auch nicht immer oder oft tun. Ich weiß auch, dass das Herumreisen als Backpacker nicht für jeden etwas ist. Zumal Reisen und ständig unterwegs sein auch anstrengend sein kann. Dennoch hat diese Art zu reisen für mich am meisten Wert und trägt am meisten Früchte. Viel mehr nämlich als so ein Pauschalurlaub im Hotel. Der dient wohl eher mal so richtig abzuschalten und Abstand zu gewinnen, aber weniger um dein Leben zu hinterfragen oder Neues zu lernen.

Also reise, wenn’s geht. Trau dich und mach einen Trip! Es muss ja auch nicht immer gleich ein exotischer Ort sein. Geh mal da hin, was zu dir passt und was dich anspricht oder was du dir leisten kannst! Was sagt dir dein Bauchgefühl? Wo wolltest du schon immer mal hin?

Viele Wege führen ins Ausland und es gibt diese vielen Wege, nutze sie 🙂

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